Ausstellung „Menschenbilder“

von Yveline Moreau-Hansen

Wegberg, 22.10.2014 Mit der Ausstellung „Menschenbilder“ überrascht die Volksbank Erkelenz in ihrer Wegberger Geschäftsstelle bis zum 18. November alle Kundinnen und Kunden sowie weitere kunstinteressierten Gäste. Im Rahmen der ambitionierten Reihe „Kunst in der Bank“ präsentiert die Malerin Yveline Moreau-Hansen dort ihre aktuellen Arbeiten. Ein Heimspiel für die gebürtige Französin, die mit ihrer Familie seit 1983 in der Stadt lebt.

„Mit unserem kulturellen Engagement wollen wir nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren, sondern Talente fördern und Diskurse anregen“, erläuterte Dr. Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Erkelenz, während der feierlichen Eröffnung.

Ausstellung "Menschenbilder"
v.l.n.r. Frau Yveline Moreau-Hansen mit Dr. Veit Luxem

Natur und Menschen, so sagt Yveline Moreau-Hansen, seien die häufigsten Themen ihrer Bilder. Die Volksbank-Ausstellung konzentriert sich auf die Menschenbilder. Ob Sport, Gespräch oder Zweisamkeit: Die Akteure auf der Leinwand verharren für den Moment und laden so zum Anschauen ein. „Menschen in Alltagssituationen oder in kritischen Momenten – das sind Bilder, die ich mit viel Fantasie, oft aus einer Laune heraus und sehr intuitiv, mit Ölfarben auf die Leinwand bringe“, beschreibt die Künstlerin ihre Arbeitsweise.

Zur Anwendung kommt eine besondere Maltechnik. Starke, ausdrucksvolle Farben stehen dabei im Kontrast zu zarten Hauttönen. Besondere Effekte werden durch die Verwendung von Lösungsmitteln erzielt. Die Ölfarbe wird nie dick aufgetragen; zart gemalte Silhouetten wirken so zerbrechlicher, verwischt noch durch einen Schleier aus weißer Acrylfarbe. So sehen die im Kern realistischen Arbeiten oft ein wenig wie Traumwelten aus.

Auf einigen Bildern sind die dargestellten Personen gesichtslos, auf anderen drehen sie sich weg. Allein die Interpretation der Körpersprache erlaubt dem Betrachter eine Ahnung davon, wie das Gesicht aussehen könnte.

„Die Gesichter meiner Menschen sind manchmal fratzig bis grotesk, oft karikiert, im Ausdruck entsetzt und dann wieder im spannungsreichen Gegensatz perfekt“, beschreibt die Künstlerin weitere Werke. Hinzu kommen auf den Bildern manchmal noch Schriftstücke, die, fragmentarisch lesbar, über den fließenden Farbschichten auftauchen. All das verbietet ein schnelles Hinsehen; Yveline Moreau-Hansens Bilder laden eher zu einer langen und intensiven Betrachtung ein.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Raphael Hansen und Johannes Hartmann. Als Duo zauberten Sie den passenden musikalischen Rahmen für die Bilder.